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Initiative Region Trier e.V. und Forschungszentrum Mittelstand veröffentlichen Studie zu den Hemmnissen und Herausforderungen von Innovation

 Als Fortführung einer Studie aus dem Jahr 2019 hat das Forschungszentrum Mittelstand (FZM) der Universität Trier – im Auftrag der Initiative Region Trier e.V. (IRT) zusammen mit der IHK und HWK – Gespräche mit innovativen Unternehmen der Region geführt. „Wir möchten mit dieser Studie einen Beitrag zur Förderung der regionalen Innovationskraft leisten und aus erster Hand erfahren, an welchen Stellen der Schuh drückt.“, sagt Dr. Joachim Streit, Vorsitzender der IRT. In den Interviews unter der Leitung von Prof. Dr. Jörn Block wurden Problemfelder identifiziert und mögliche Lösungen erarbeitet.

Die 20 interviewten Unternehmen der Region nannten vor allem vier Themen, die sich nachteilig auf die Innovationskraft auswirken: Eine unzureichende Förderung junger innovativer Unternehmen, Schwierigkeiten bei der Fördermittelbeantragung für innovative Vorhaben, die Komplexität des Schutzes geistigen Eigentums und ein stärkerer Fokus auf Innovationen im Handwerk.

Um innovative Startups zu fördern kam der Wunsch einer stärkeren Vernetzung zwischen jungen und etablierten Unternehmen auf. Dadurch könnten Startups früh Partnerschaften mit Unternehmen schließen und mögliche regionale Geldgeber gewinnen. Etablierte Unternehmen erhalten die Möglichkeit innovative Potentiale und Investmentobjekte frühphasig zu entdecken. Um solche Netzwerke zu stärken plant die IRT, gemeinsam mit der IHK und HWK Trier sowie dem FZM, die Gründung eines „Club der Innovatoren“.

Des Weiteren kritisierten die Unternehmen hohe Hürden bei der Antragstellung für Förderprogramme. Hilfe erhalten Unternehmen durch bereits vorhandene Strukturen, wie etwa Berater der regionalen Wirtschaftsförderungen. Um die Innovationsfinanzierung zu erleichtern sollten die Anforderungen der Beantragung dennoch reduziert werden.

Um entwickelte Innovationen vor Wettbewerbern zu schützen fehlt unternehmensintern häufig das dafür notwendige Expertenwissen. Deshalb müssen die Unternehmen oft auf teure externe Beratung zurückgreifen, was den Innovationsbestrebungen entgegenwirkt. Hilfe erhalten Unternehmen etwa durch Angebote der IHK und HWK, wie z.B. den Patentsprechtagen.

Zur Innovationssteigerung im Handwerk sollten bereits in der Lehre mehr innovationsbezogene Themen unterrichtet werden. Dadurch können Lehrlinge später verstärkt innovative Lösungen entwickeln. Zudem wurde eine stärkere Differenzierung in der Ausbildung gewünscht. Interessierte Lehrlinge könnten sich über den üblichen Lehrplan hinaus Strategien zur Innovationsgenerierung und -umsetzung aneignen.

„Die innovativen Unternehmen haben klargemacht, dass der Wille zur Schaffung eines innovativen Ökosystems vorhanden ist. Die regionalen Akteure sollten diesen Willen nun mit entsprechenden Maßnahmen unterstützen.“, sagt Prof. Block. „Das Potential ist vorhanden, nun geht es darum dieses auch zu nutzen.“