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Grenzenlose Großregion im Podcast

Gemeinsam in die Zukunft: Die deutsch-französisch-luxemburgische Grenzregion profitiert wie nie zuvor von Europa. Ob Arbeit, Shopping oder Kultur diesseits und jenseits der Grenzen – für alle ganz selbstverständlich. Ganz einfach. Wir sind Europa – die Serie über die Vorteile unserer grenzenlosen Großregion. Immer freitags um 20 nach 4 und samstags um 20 nach 10 bei RTL Deutschlands Hit-Radio.

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Fachkräftemangel verschärft sich – und das Theater startet neu

Das IRT-Forum „Wirtschaft und Kultur“ zeigte wieder, wie wichtig das Zusammenspiel von Unternehmen und Institutionen über die vermeintlichen Grenzen von Wirtschaft und Kultur hinweg ist, um eine Region langfristig und erfolgreich voranzubringen. Der Fachkräftemangel, die Vorstellung des neuen Theater-Intendanten sowie die geplante Landesausstellung „Der Untergang des römischen Reiches“ – diese und andere Themen standen beim IRT-Forum im Mittelpunkt. Das Treffen fand am 27. November in der Handwerkskammer (HWK) Trier statt.

Fachkräfte fehlen – auch, weil Mobilität in der Region fehlt

Dr. Matthias Schwalbach, Geschäftsführer der Handwerkskammer Trier, betonte zu Beginn des Forums, dass das Fachkräfte-Problem in der Region noch lange nicht gelöst sei. „Der Fachkräftemangel ist eine zentrale Herausforderung für die Unternehmen – und ein Geschäftsrisiko“, meinte Schwalbach. Ein Problem sei unter anderem, dass über 32 000 Fachkräfte nach Luxemburg pendelten, statt in der Region zu arbeiten. „Das wird ab 2020 virulent“, warnte er. Eine wichtige Frage an die Unternehmen sei daher gewesen, wie groß diese Fachkräftelücke bei ihnen sei, wie viele Stellen also nicht angemessen besetzt werden können. Eine Umfrage der Industrier- und Handelskammer (IHK) und HWK Trier in Zusammenarbeit mit einer Gruppe der studentischen Unternehmensberatung Contact & Cooperation schrieb 4500 regionale Unternehmen an, 800 Unternehmen mit insgesamt rund 32 500 Beschäftigten antworteten. Das Ergebnis, das Dr. Matthias Schmitt, Geschäftsführer der IHK Trier vorstellte, ist erschreckend: In der gewerblichen Wirtschaft fehlen 5500 Mitarbeiter. 2011 waren es noch rund 3000. „Gerade kleinen Unternehmen fällt es schwer, geeignete Fachkräfte zu finden“, erläuterte Schmitt. Die größten Probleme bestünden im Baugewerbe. „Insgesamt sagen etwa 40 Prozent der Unternehmen, dass der Fachkräftemangel ein großes Problem für den Geschäftserfolg ist. 60 Prozent erwarten dies für das Jahr 2023, erklärte Schmitt. Auch gehe der Trend zur Akademisierung am Bedarf der regionalen Wirtschaft vorbei, denn hier würden insbesondere Mitarbeiter mit abgeschlossener dualer Ausbildung gesucht.

Was gibt es neues im Theater Trier? Intendant stellt sich vor

Manfred Langner ist unter anderem angetreten, um in seiner fünfjährigen Amtszeit die Kulturstätte finanziell aus dem Tief zu holen. Für einige in der IRT-Runde wahrscheinlich ein überraschendes Detail: Der Theatermann ist studierter Jurist, gelernter Betriebsprüfer und Finanzbeamter und hatte sich erst nach seinem „ersten Berufsleben“ dem Theater zugewandt. Vor Trier war er dann als Dramaturg und Regisseur in Aachen tätig sowie Intendant bei den Stuttgarter Schauspielbühnen. Langner bringt eine gehörige Portion Humor und Pragmatismus mit. „Wir haben uns gefragt: Warum gibt es in Trier Probleme? Und wir haben festgestellt, dass wir die Menschen wieder mehr fürs Theater interessieren müssen“, fasst Langner zusammen. Das bedeutet: Mehr populäre und bekannte Stücke in Oper, Tanz und Schauspiel. Und ein eigenes, stetiges Ensemble. Das schont ebenfalls die Kasse. Erfolg hatte Langner in Trier schon mit dem Stück zu Karl Marx – bei der Premiere von „Marx Bankett“ gab es stehende Ovationen. Als nächstes ist unter anderem eine Produktion über Edith Piaf geplant. Ab Januar solle es zudem die Europäische Kunstakademie als neuen Spielort geben. Generell herrscht also Aufbruchsatmosphäre. „Die Stimmung im Haus ist gut, und wir haben schon 25 Prozent mehr Abos verkauft“, veranschaulichte Manfred Langner. Indes sei das Theater ein Risikogeschäft. „Man braucht immer ein Quäntchen Glück.“

Highlight in vier Jahren: Römer-Ausstellung lockt nach Trier

Kulturell tut sich was – und das zieht auch Touristen und andere Interessierte an, stärkt umgekehrt somit wieder die Wirtschaft und lässt die Politik investieren. Das zeigt die große Landesausstellung zum Thema „Der Untergang des römischen Reiches“, die 2022 nach Trier kommen wird. Dr. Marcus Reuter, Direktor des Rheinischen Landesmuseums, freut sich, dass die Rheinland-Pfälzische Landesregierung das Trierer Museum nun unterstützt. Dieses habe umgekehrt in den vergangenen Jahren gezeigt, was es auf die Beine stellen könne – mit 272 000 Besuchern der Nero-Ausstellung und 160 000, die das Leben und Werk von Karl Marx sehen wollten. Warum nun etwas zum Untergang des römischen Reiches? „Es gibt über 700 Theorien dazu, warum das passiert ist“, begründete Marcus Reuter. Das Rätsel ziehe alle in den Bann. Stoff genug also für eine große Schau. Bereits im kommenden Jahr wird es eine Wanderausstellung namens „Spot an!“ geben, die für das römische Trier wirbt. Schlaglichtartig erleuchtete Szenen erzählen dann vom römischen Leben in Trier. „Das wird unsere Visitenkarte in der Welt“, so Reuter. Sogar China sei interessiert als Gastgeber.

Zukunft liegt in guter Ausbildung: Ein Programm fördert Schüler

Um die Zukunft der Wirtschaft und ihrer jungen Akteure geht es in dem regionalen Unterstützungsprogramm „Zukunftsschmiede Berufsschule“, das im Sommer startete. Vanessa Agné von der Programmabteilung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung DKJS stellte es vor. „Jede dritte Lehrstelle ist unbesetzt – wir wollen die duale Berufsbildung wieder stärken!“, erklärte sie. Junge Leute bräuchten zudem neue Kompetenzen in einer sich wandelnden Berufswelt. Darum möchte das Modellprogramm helfen, dass Schüler Ideen zu wichtigen Fragen wie Digitalisierung, Vielfalt oder Bildung im ländlichen Raum umsetzen. Es gehe dabei immer darum, die Stärken der Kinder und Jugendlichen in den Vordergrund zu rücken. Sie sollen die Kompetenz erhalten, Veränderungen zu gestalten.

Was ist die IRT?

Die Initiative Region Trier ist als Public-Private-Partnerschaft breit in der Region verankert. Der Zusammenschluss von öffentlichen Institutionen, Verwaltungen, Hochschulen, Unternehmen, Banken und engagierten Einzelpersonen ist eine neutrale Plattform der Koordination, Diskussion, Moderation, Projektentwicklung und Umsetzung regionaler Maßnahmen.

Wirtschaftsstandort Region Trier

Für eine starke Region im Herzen Europas

Die Region Trier liegt im Westen Deutschlands und mitten im Herzen Europas. In direkter Nähe und leicht zu erreichen befinden sich unsere europäischen Nachbarn Frankreich, Luxemburg und Belgien, denen wir uns in vie-lerlei Hinsicht sehr verbunden fühlen.

Für mehr als eine halbe Million Menschen ist die Region Trier mit der Stadt Trier und den Landkreisen Bernkastel-Wittlich, Eifelkreis Bitburg-Prüm, Trier-Saarburg und Vulkaneifel ein wunderschönes Zuhause und zugleich attraktiver Lebens- und Arbeitsraum. Leben und Arbeit in der Großregion sind geprägt durch die unverwechselbare (Natur-) Landschaft, zahlreiche Bau denkmale eine einmalige Weinlandschaft und eine diversifizierte, mittelständische Unternehmensstruktur.

So bietet die 5*Sterne-Region Trier als dynamischer Wirtschaftsstandort eine hohe Lebensqualität, echtes Europagefühl, den Reichtum einer faszinierenden, 2000-jährigen Geschichte sowie vielfältige Kultur und kulinarischen Genuss auf höchstem Niveau.

Mit der 1994 gegründeten Initiative Region Trier e. V. (IRT) besteht in der Region eine erfolgreiche, breit verankerte öffentlich-private Partnerschaft und zugleich eine effektive Basis für die Zusammenarbeit öffentlicher In-stitutionen, Verwaltungen, Hochschulen, Unternehmen, Banken und engagierter Einzelpersonen. Dabei fungiert die IRT als neutrale Plattform für Koordination, Diskussion, Moderation, Projektentwicklung und Umsetzung regionaler Maßnahmen.

Ziel der IRT ist es, die Zukunft der Region Trier als wirtschaftlich attraktiver, kulturell bedeutsamer, ökologisch intakter und europäisch orientierter Raum mit hoher Lebensqualität zu sichern und diese Standortfaktoren aktiv zu fördern. Die zentrale Aufgabe ist es, die Region Trier im Verbund mit allen IRT-Mitgliedern wirtschaftlich und gesellschaftlich zu entwickeln, um sie als attraktiven Wirtschaftsstandort sowie Lebens- und Kulturraum zu profilieren.

Region Trier punktet mit hoher Lebensqualität

Gut zwei Drittel der regionalen Unternehmer würden ihren Standort einem befreundeten Unternehmer weiterempfehlen; immerhin ein knappes Drittel wäre nicht bereit, dies zu tun. Dieser Befund ist weitgehend unabhängig von Unternehmensgröße, Branche und Standort. Die Region präsentiert sich als recht homogener Wirtschaftsraum. Auffällig: Die Betriebe mit Sitz in der Stadt Trier scheinen besonders zufrieden zu sein. Satte 78 Prozent würden ihren Standort auch anderen Unternehmern empfehlen.

Diese Ergebnisse basieren auf einer Befragung der Wirtschaft, die die Initiative Region Trier e. V. in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer Trier und der Handwerkskammer Trier durchgeführt hat. An der Umfrage haben sich insgesamt 833 regionale Unternehmen mit etwa 31 000 Beschäftigten aus Industrie, Bauwirtschaft, Dienstleistungsgewerbe, Handel und Handwerk beteiligt. Durch die sehr umfangreiche Datenbasis kommt den Befragungsergebnissen laut IRT eine hohe Aussagekraft zu. Die Betriebe waren unter anderem aufgefordert, 20 wichtige Standortfaktoren nach Relevanz und Zufriedenheit auf einer sechsstufigen Schulnotenskala zu bewerten. Die Datenauswertung erfolgte durch die Forschungsstelle Mittelstand an der Universität Trier. „Wir wollen wissen, wo die Region aus Sicht der Wirtschaft steht und wo akuter Handlungsbedarf besteht. Nur so können wir an den kritischen Punkten ansetzen und unsere Region nachhaltig fit für den Wettbewerb machen“, sagt der IRT-Vorsitzende Joachim Streit.

Auf die Frage, welche Schulnote sie ihrem Standort geben würden, antwortet fast die Hälfte der Befragten mit „gut“, ein knappes Drittel mit „befriedigend“ und ein Zehntel mit „ausreichend“. Jeweils rund jeder zwanzigste Befragte vergibt entweder die Spitzennote „sehr gut“ oder die sehr kritischen Bewertungen „mangelhaft“ und „ungenügend“. Es ergibt sich eine Durchschnittsnote von 2,6 für die Region – also voll befriedigend. Eine Umfrage der IHK Trier aus dem Jahr 2013 hatte ein vergleichbares Ergebnis erbracht.

Den Themen Breitbandversorgung, Straßennetz, Fachkräfteverfügbarkeit, Lebensqualität und Unternehmensfreundlichkeit des Standortklimas weisen die Betriebe eine besondere Relevanz zu. „Dringenden Handlungsbedarf sehen wir weiterhin bei der Breitbandversorgung und Fachkräftesicherung“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Glockauer. Beide Themen stuften die regionalen Unternehmen als sehr relevant ein und bewerteten die aktuelle Situation als verbesserungswürdig.

Punkten kann die Region Trier dafür in anderen Disziplinen: „Wir können zufrieden mit der allgemeinen Lebens- und Aufenthaltsqualität sein“, sagt HWK-Hauptgeschäftsführer Axel Bettendorf. Ähnlich positiv sehe es mit der Erreichbarkeit von Absatzmärkten sowie dem regionalen Image und Standortklima aus.

Vergleichsweise negativ bewerten die regionalen Unternehmen die Qualität, Transparenz und Dauer von Genehmigungsprozessen, das Niveau kommunaler Steuern, Gebühren und Abgaben, die Verfügbarkeit von Fach- und Führungskräften sowie das ÖPNV-Angebot. Hier vergeben sie Noten von 3,5 bis 3,9.

Die Ergebnisse der Umfrage sollen in den nächsten Monaten in der Region Trier diskutiert und dann konkrete Maßnahmen abgeleitet werden, wie die Attraktivität des Standorts im interregionalen Wettbewerb um Fachkräfte, Investitionen und Wertschöpfung in den kommenden Jahren gesteigert werden kann.